1. Johann Hane (1664 – 1706)

Die Firma J.D. Hahn wurde vom Zimmermann Johann Hane im Jahre 1664 in Laumühlen bei Hechthausen gegründet. Zuerst wurden Leistungen im Deich- und Schleusenbau, nicht zuletzt eine Folge der schweren Deichbrüche im 17. Jahrhundert, ausgeführt. Damals stand, im Gegensatz zu heute, die Handarbeit im Vordergrund.



2. Jürgen Hahn (1706 – 1749)

Unter der Leitung von Jürgen Hahn war das Unternehmen weiterhin im Deich- und Schleusenbau tätig (Schließung des Deichbruches bei Wischhafen) und hat im 18. Jahrhundert das Arbeitsgebiet auf son- stige Zimmerarbeiten (Neubau der Kirche Osten) ausgeweitet. Auf Grund seines technischen und unternehmerischen Rufes wurde Jürgen Hahn zum Sachverständigen berufen (z.B. beim Konkurs der Firma G.H. Hellwege in Basbeck).



3. Adolph Benedix Hahn (1749 – 1784)

1759 verlagerte Adolph Benedix Hahn das Bauunternehmen Hahn von Laumühlen nach Hechthausen und legte damit den Grundstein des heutigen Firmensitzes. Zusätzlich zu den traditionellen Deich- und Schleusenbauten wurden weiterhin Zimmerarbeiten (Kirche Hecht- hausen und Osten) und zusätzlich Brückenbauarbeiten (Brücke Bornberg) in der näheren Umgebung ausgeführt.



4. Carl Hinrich Ernst Hahn (1784 – 1833)

Carl Hinrich Ernst Hahn erweiterte den Arbeitsbereich der Fa. J.D. Hahn speziell im Deich- und Schleusenbau über die Kirchspiele Hechthausen, Osten, Basbeck und Lamstedt in das Land Kehdingen, Hadeln und das Alte Land aus. Er war der bedeutenste Deich- und Schleusenbauer des Bereiches zwischen Cuxhaven und Harburg und wurde als Schleusenzimmermeister für das Alte Land und die Ostemarsch vereidigt.



5. Carl Hinrich Ernst Hahn’s 6 Söhne (1833 – 1859)

Die Ausdehnung der Bautätigkeit auf das gesamte Niederelbegebiet wäre ohne die 6 Söhne von Carl Hinrich Ernst Hahn nicht möglich gewesen. Bereits zu Lebzeiten des Vaters hat Jürgen Diederich Hahn (5. Sohn) im Jahre 1833 die Führung des Familienunternehmens übernommen. Dieser wurde ebenfalls vereidigter Schleusenzimmer- meister für das Alte Land. Unter seiner Leitung entstanden in Gemeinschaftsarbeit der Familie Hahn unter anderem Schleusen in: Neuland, Königreich, Hohenfelde, Bützfleth, Götzdorf, Neuhaus/Oste, Geversdorf und Laumühlen.



6. Adolph Jürgen Hinrich Hahn (1859 – 1898)

Unter der Firmenleitung von Adolph Jürgen Hinrich Hahn wurde u.a. 1889 das Dampfschöpfwerk in Bützfleth an der Elbe gebaut. Er trieb insbesondere die technische Entwicklung (Einsatz von Maschinen und Geräten) innerhalb der Firma J.D. Hahn voran.



7. Johannes Diedrich Hahn (1898 – 1942)

In den folgenden Jahrzehnten wurden diverse Schleusen, Siele, Schöpfwerke, Brücken (Auebrücke Neuhaus/Oste und Brücke Geversdorf) und die Schwebefähre in Osten (1907 – 1909) errichtet. Mit sehr viel Weitblick und Schaffenskraft wurden von Johannes Diedrich Hahn die Weichen für landwirtschaftliche und gewerbliche Hochbauten gestellt sowie für Schulen, Hof- und Neubauten (Kirchturm Basbeck).

Desweiteren wurden eine Reihe von Stahlbetonbrücken im Regierungsbezirk Stade und zahlreichen Brücken der Autobahn Hamburg-Bremen gebaut. Das Baugeschäft Hahn wurde durch ein technisches Büro, einen Bauhof mit Spezialwerkstätten, ein Säge- werk, mechanische Holzbearbeitungswerkstätten mit eigener Kraft- anlage und ein Hartsteinwerk in Klint an der Oste erweitert.



8. Ernst Christian Dietrich Hahn (1942 – 1993)

Ende der 50er Jahre wurde unter der Leitung von Regierungsbau- meister Ernst Christian Dietrich Hahn die Abteilung Straßenbau aufgebaut. Durch die fortschreitende Schmutzwasserkanalisierung des ländlichen Raumes sah er hier die Möglichkeit, das Unternehmen weiter zu entwickeln. Daraus folgten der Bau von kompletten Schmutz- wasserkanalnetzen mit Pumpwerken und großen Kläranlagen (z.B. in Hemmoor und Lamstedt).

Parallel zu den Straßen- und Kanalbauentwicklungen richtete Ernst Christian Dietrich Hahn eine Nassbaggerei (Auscutterungsarbeiten Stade-Bassenfleth) mit Schwimmbaggern ein, die selbst konstruiert und gebaut wurden. Seit dem Beginn der Industrieansiedlungen im Raum Stade ist die Firma J.D. Hahn auch hier sehr stark vertreten. Zu den Auftraggebern gehören bis heute u. a. DOW Chemical, Kern-kraftwerk Stade, AOS, Air Liquide, Air Products und bis zu ihrer Schließung die AKZO Nobel.



9. Ernst Christian Dietrich Hahn's Söhne









Christian Diederich Hahn (1987 – 1992)

1987 trat Christian Diederich Hahn nach absolviertem Studium in das Bauunternehmen ein, um es später von seinem Vater zu übernehmen. Auf Grund seines unverhofften Todes 1992 verblieb die Unterneh- mensführung zunächst bei Ernst Christian Dietrich Hahn.










Johannes Diederich Hahn (1993 – 2013)

Seit dem Tod von Ernst Christian Dietrich Hahn 1993 hatte Johannes Diederich Hahn die Firmenleitung übernommen und führte die Firma im Sinne der Familientradition erfolgreich für die nächste Generation in die Zukunft. Der notwendige technische Fortschritt und die soziale Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern waren Johannes Diederich Hahn dabei besonders wichtig. Der Fuhr- und Maschinenpark wurde durch viele neue Geräte erweitert und somit der Betrieb leistungsfähig und schlagkräftig gehalten. Leider hat seine schwere Krankheit seinen Schaffensweg zu früh beendet.



10. Lennart Hahn (2013 – bis heute)

Schon während der Krankheit und erst recht nach dem plötzlichen Tod seines Vaters Johannes Diederich Hahn war es für Lennart Hahn eine Selbstverständlichkeit seine ganze Energie für das Lebenswerk seiner Familie einzusetzen. Da wurde das Studium des Bauwesens zweitrangig, aber nicht aus den Augen verloren.

Herr Lennart Hahn hat seinen Mitarbeitern zugesagt, die Firma im Sinne der Tradition weiterzuführen. Dabei wird er aber allem Neuen aufgeschlossen gegenüber stehen und weiter in die Zukunft investieren.


Historische Entwicklung des
Bauunternehmens J.D. Hahn